Kokos Apfelmus Cream Cake

Kokos Apfelmus Cream Cake

Als ich zuletzt mal wieder durch den Supermarkt auf der Suche nach neuen, spannenden Backzutaten und Lebensmitteln stromerte, entdeckte ich ein Kokosmehl, das ich insgeheim schon ganz lange mal ausprobiert haben wollte. Ich hatte oft davon gelesen und viele Rezepte zum Thema auf Instagram, Pinterest und weiteren Seiten gefunden, hatte das Mehl aber nie gekauft, da es vergleichweise teuer ist und ich mir keinen großen Unterschied zu anderen Mehlen vorstellen konnte. Ich kann euch aber bestätigen: Der Unterschied zu regulärem Weizen- oder Dinkelmehl ist gewaltig!

Kokosmehl verhält sich weitaus saugfähiger als reguläres Mehl, was bedeutet, dass grundsätzlich eine sehr viel größere Menge Flüssigkeit nötig ist, um einen passenden Teig zu kreieren, der sich formen und backen lässt. Kokosmehl, das durch Trocknen, Entölen und Mahlen von frischem Kokosfleisch (“Kopra“) hergestellt wird, ist eine super Ergänzung innerhalb einer Lowcarb Ernährung, denn es ist kohlenhydrat- und cholesterienarm, glutenfrei, eiweißreich und gilt zudem als ein stark ballaststoffreiches Mehl. Ich würde euch allerdings nicht empfehlen, in allen euren Rezepten nun Dinkelmehl 1:1 mit Kokosmehl zu ersetzen, denn das wird nicht nur teuer, sondern eure Rezepte werden durch den Flüssigkeitsmangel nicht 100% funktionieren. Einen Teil des Mehls innerhalb bestehender Rezepte durch Kokosmehl auszutauschen, ist durchaus legitim und obendrauf noch superlecker.

Das folgende Rezept stellt mit das erste dar, das ich mit Kokosmehl umgesetzt habe. Der Boden des Kuchens ist schon nach wenigen Minuten im Backofen schön goldbraun durchgebacken und bleibt wunderbar fluffig, sodass ihr mit der Gabel durchgleiten könnt. Ich werde zukünftig häufiger diese Mehlart in meine Rezepte einfließen lassen und damit den lowcarb Charakter der Backwaren unterstützen.

Habt ihr auch Lieblingsrezepte mit Kokosmehl? Ich freue mich auf eure Ideen!

Apfelmus Schichtkuchen
Ein wunderbar leichter Schichtkuchen mit Kokoscreme, Apfelmus und knuspriger Zimtkruste.

Kokosnuss-Apfelmus Cremekuchen

Zubereitungszeit: 80-90min / Backzeit: 10-12min / Schwierigkeitsstufe: Mittel

📝Zutaten (15cm x 7,5cm Kastenform)

Teig:
  • 15g Kokosmehl
  • 15g Whey (alternativ: Dinkelmehl)
  • 8g Vanillepuddingpulver
  • 3g Backpulver
  • 3g Backkakao
  • 1 Eiweiß (Ei: mind. Gr.M)
  • ggf. 50ml Wasser
  • optional: Zimt & Süße (z.B. Flavdrops Vanilla oder ungesüßtes Kokosaroma)
1.Schicht
  • 100g Apfelmus (ungezuckert)
  • 1 Blatt Gelatine
2.Schicht
  • 50g Sojajoghurt (Kokos)
  • 1 Eiweiß (steif geschlagen)
  • 1 Blatt Gelatine
Zimtkruste:
  • 5g Kokosöl (geschmolzen)
  • 3g Zimt

✅Rezept:

  1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Backform mit Backpapier auskleiden. 1 Ei trennen, das Eigelb beiseite tun.
  2. Für den Teig Mehl, Whey, Puddingpulver, Backpulver und Backkakao vermischen und das Eiklar unterrühren. Nach Belieben könnt ihr noch mit Zimt und Süße arbeiten.
  3. Der Teig ist durch das Kokosmehl etwas krümeliger als normaler Rührteig, lässt sich aber wunderbar in den Boden der Kastenform drücken. Falls er euch noch zu krümelig erscheint (hängt von der Menge des Eiklar ab), gebt einen Schluck Wasser zur Bindung hinzu.
  4. Den Teigboden ca. 10min backen (Stäbchentest), dann abkühlen lassen.
  5. 2 Blätter Gelatine 5min in Wasser einweichen.
  6. Das Apfelmus im Topf leicht erhitzen und 1 Blatt Gelatine einrühren. Die Masse auf den Teigboden geben und abkühlen lassen. Eine halbe Stunde im Kühlschrank reicht schon, um die erste Schicht ausreichend gelieren zu lassen.
  7. Zur Vorbereitung der weißen Cremeschicht das zweite Ei trennen und das Eiweiß steif schlagen. Den Sojajoghurt ggf. nachsüßen und im Topf leicht erhitzen. Das zweite Blatt Gelatine einrühren, den Topf vom Herd nehmen und dann den Eischnee vorsichtig unterheben.
  8. Die Cremeschicht auf den Kuchen geben und wieder für ca. eine halbe Stunde im Kühlschrank gelieren lassen.
  9. Zuletzt die Zimt-Kokoskruste herstellen: Das Kokosöl schmelzen, den Zimt hineinrühren und ggf. nachsüßen. Auf dem kühlen Kuchen verteilen. Schon nach einer Minute entsteht eine tolle Kruste, die ihr wie bei einer Crème brûlée mit dem Löffel durchbrechen könnt.

♨ Mein Tipp: Ich bewahre das übrige Eigelb gern in einer luftdichten Dose für ein paar Tage im Kühlschrank auf und verwende es dann z.B. für Omelette oder Rührei am Abend.

Nährwertangaben: 1 Kuchen
  • 312 kcal
  • Fett: 11,0g
  • Kohlenhydrate: 19,9g
  • Eiweiß: 29,6g

Habt ihr Lust auf weitere proteinreiche Rezepte wie etwa einen frischen, fruchtigen Key Lime Pie oder einen exotischen Sticky Rice & Mango Kuchen? Schaut gern in meinem Menüpunkt Rezepte vorbei. Ich freue mich auf euch!

Küsschen, Meleini

Mango Schichtkuchen
Nach demselben Prinzip könnt ihr z.B. auch einen superleckeren Mango-Schichtkuchen herstellen. Dafür anstelle des Apfelmus einfach Mangopüree verwenden.

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