Mein erster Halbmarathon – Training

Mein erster Halbmarathon – Training

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Wie ihr auf meinem Instagram Account die letzten Wochen schon mitverfolgen konntet, renne ich derzeit, was das Zeug hält. Dies liegt an diesem einen verrückten Schritt, den ich im November getan habe: Nämlich meinem Liebsten einen gemeinsamen Startplatz am Hella Halbmarathon 2018 zum Geburtstag zu schenken. Für ihn gar kein Problem, für mich als untrainierten Tollpatsch, der schon nach einem Kilometer mal über die eigenen Füße stolperte und den Boden knutschte, eine klare Herausforderung.

Halbmarathon – Challenge accepted!

Bis vor zwei Monaten noch kam ich von der Ausdauer und den Gelenken her nicht weiter als 6km am Stück. Nur einmal knackte ich vergangenes Jahr die 8km. Flo danach total entspannt, konnte noch locker acht weitere Kilometer laufen. Ich daneben brauchte ein Sauerstoffzelt. An einen Halbmarathon war definitiv damals noch nicht zu denken.

Dazu kommt: Laufen war nie ein Sport, in den ich mich 100% reinfühlen konnte. Kennt ihr diese Alltagsläufer, die einem erzählen, wie “frei sie sich fühlen” und wie “entspannt es doch sei, vor sich hin zu laufen und die Natur zu bewundern”. Die Leute, die dir raten, “einfach nur zu laufen, das kommt von ganz allein und du denkst nach ein paar Kilometern nicht mehr darüber nach”. Kinners. Soll ich euch mal sagen, wie ich mich dabei fühle?

90% der Zeit denke ich darüber nach, wie weit es noch insgesamt ist und wie lange ich noch durchhalten werde. In meinem Kopf geht es die ganze Zeit wie folgt: “Schaffe ich noch einen Kilometer?” – “Nee, komm hör auf!” – “Oder doch?” – “Boah nee, ist auch schon 8 Uhr, muss gleich arbeiten…!”. Mein innerer Schweinehund quatscht mich ununterbrochen voll. Ich pruste vor mich hin und hechle mich von Kilometer zu Kilometer. Wenn mir andere Läufer entgegenkommen, versuche ich meinen hochroten Tomatenkopf mit coolen, entspannten Gesichtsausdruck genau so lange mit normaler Atmung voran zu schieben, bis ich an ihnen vorbei bin und meine Atemwege endlich wieder lospfeifen dürfen. Bloß nicht die Blöße geben!

Nest im See
Mein aktuell liebster Spot zum Laufen ist der See. Mit Blick darauf komme ich gedanklich am besten runter.

Work hard, train harder!

Mein Training – von 5 auf 17km

Wie kommt man eigentlich auf einmal zu einer Ausdauer für 21km, ohne dass einem die Beine abfallen und die Lungen kollabieren? Die Antwort ist hartes, effizientes Training – wie eigentlich bei jedem Sport. Ich plante mindestens drei Workouts in der Woche (meist morgens direkt nach dem Aufstehen) ein, die ich zumeist in Abwechslung mit einem Restday absolvierte. Wichtig ist die Regeneration des Körpers, denn wie sollte er stärker werden, wenn er jeden Tag wieder und wieder gepusht wird? Mit ein bis zwei Tagen Recovery zwischen den Trainingstagen fuhr ich so gut, dass ich in kürzester Zeit längere Strecken absolvierte.

Je ernster es wurde und je weniger Wochen letztlich bis zum Tag X waren, desto mehr versuchte ich mich herauszufordern. Zuerst einmal um den See, dann ein zweites Mal und mit der Zeit war irgendwann auch ein drittes Mal herum drin. Die 21km werde ich vor dem Halbmarathon am 01.07. nicht mehr schaffen, aber ich bin schon echt stolz, einmal die 17km geknackt zu haben.

Intervalltraining – aus der Komfortzone ausbrechen

Darüber hinaus habe ich in der vergangenen Woche interessante Gespräche zum Thema Intervalltraining mit Freunden und Kollegen geführt. Das Training in Intervallen hilft dem Körper zusätzliche Energiereserven zu speichern und letztlich im richtigen Moment loszulassen. Das erste Mal setzte ich mir ein 8km Ziel mit 10 schnellen und 12 langsamen Phasen. Wichtig ist: Aufwärmen nicht vergessen! Also lief ich zuerst einen Kilometer im normalen Tempo, bevor es in die einzelnen Laufintervalle ging. Ich war bereits nach vier Kilometern völlig fertig, fand aber Gefallen an der Technik.

Ich merkte, dass ich meinen Körper mehr herausforderte als mit 10km Läufen im regelmäßigen Tempo. Der Kalorienverbrauch schoss nur so durch die Decke, denn die Abwechslung von langsamen und schnellen Laufabschnitten steigert die Stoffwechselaktivität. Ich wiederholte die Intervalle in der letzten Woche noch ein paar Mal und ging letzten Freitagabend mit Flo und zwei Freunden am See laufen. Diesmal liefen wir wieder möglichst konstant und die 11km fielen mir sehr viel einfacher als vorher. Scheint also was dran zu sein am Intervalltraning!

Bitte aber nie das Cool Down unterschätzen, Peeps! Schließlich müssen auch eure Muskeln, Herz- und Atemfrequenz runterkommen und durch ein gemütliches Auslaufen / Spazieren und ein anschließendes Stretching beugt ihr Verletzungen und der Gefahr auf Schwindel oder gar Ohnmacht vor. Einen super Artikel zum Thema Cool Down habe ich hier für euch gefunden.

Nach dem Training für den Halbmarathon
Nach dem Workout bin ich immer super happy und stolz, wieder ein Stück besser geworden zu sein.

Nicht mehr lang…

…und dann wird es ernst. Heute in einer Woche stehe ich zwischen weiteren 11.500 Läufern und werde das Adrenalin spüren. Ich bekam in den letzten Wochen schon diverse Infomails vom Veranstalter, in denen der Ablauf geschildert ist, die DJs pro Kilometerpunkt angekündigt und die Stationen für die Streckenverpflegung definiert sind. Ich fühle mich definitiv gut abgeholt und bin unglaublich gespannt darauf, was der Tag für uns bereithalten wird.

Mein Outfit steht noch nicht, aber falls euch Hamburgern die Startnummer 2806 irgendwo in der Masse auffällt – ruft mal kurz rüber und drückt die Daumen, dass ich durchhalte!

Küsschen, Eure Meleini

2 Gedanken zu „Mein erster Halbmarathon – Training

  1. Dieser Post bringt mich mehr zum schmunzeln als er sollte^^ besonders das gelaber mit dem Schweinehund kommt mir bekannt vor 😛 aber genau deswegen wirst das auch am 1. Rocken. Der Schweinehund labert vielleicht aber du bist viel zu ehrgeizig und stur um dir deinen eigenen Sieg nehmen zu lassen 😀 you will do it

    1. Danke dir Scooter Boy! Ja, du hast Recht, man muss den inneren Schweinehund einfach labern lassen! Ich werde mein Bestes geben und definitiv am Sonntag happy und stolz ins Ziel kommen!

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